Suzuki Samurai RC

Ein bisschen verspielt muss man schon sein. Aber es hat natürlich auch etwas mit Basteln zu tun. Das ist nun mal mein Hobby. Diese Projekt verschaffte mir mehrere Disziplinen, die bei mir in den besten Händen sind. Zum einen habe ich einen billigen ferngesteuerten Suzuki, im Maßstab 1:10 gekauft. In einem Fachgeschäft für ferngesteuerte Erwachsenenspielzeug sagte man mir schon, dass der Maßstab nicht stimmt und ich das Auto vielleicht besser zurückschicke, wo ich es herbekommen habe. Da ich Fachbücher zum Suzuki noch besitze, konnte ich anhand der angegebenen Fahrzeugmaße, die Dimensionen des Modells kontrollieren. Es stimmt, der Suzuki ist im Maßstab 1:10. Alles Andere an Infos können stimmen, aber ich mache jetzt hieraus etwas. Ich mag diesen Suzuki, Modelle gibt es davon keine weiteren.

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Das Fertigmodell musste in kleinen Details noch fertiggebastelt werden. Da ging es nur um Kleinteile, wie Türgriffe, Schilder, Wischer, etc. Die Ausstattung erschien mir als sehr billig, die Qualität eher ausreichend. Gut, ist ab 8 Jahren empfohlen. Was will man da erwarten. Allerdings gibt es YouTube-Videos vom Auto. Geländegängig ist er. Das zeigte das Video und das war mir auch wichtig.

Die Stoßdämpfer waren zweiteilig und vielen gleich auseinander. Hier muss insgesamt Hand angelegt werden. Die Karosse gefällt mir auf jeden Fall sehr gut. Mein erster Geländewagen.

Also der Weg zum Fachhändler war nicht aufbauend. Er sprach von professionellen Crawlern zu 500 € aufwärts. Da war der Suzuki mit 100 nichts besonderes. Ich bestellte bei Ihm aber Stoßdämpfer und ließ leider meinen kleinen und süßen Spielzeug-Akku bei ihm liegen (einen größeren Akku konnte er mir auch nicht verkaufen). Da der Laden nicht um die Ecke war, musste ich mich vorerst ganz ohne AKKU begnügen.

Temu hat mir einiges angeboten, bei dem sich die Bestellliste füllte. Hier füllte sich der Warenkorb mit Metallachsen, Kardanwellen und Felgen aus Metall, dazu kam dann noch ein dicker Akku und ein Scheinwerferpaket.

Dann habe ich mich mit der Thematik Optik beschäftigt. Aus meiner Vergangenheit, beim OffRoad-Hobby habe ich genug Samurais gesehen. Da hatte ich schon eine für mich attraktive Version vor Augen.

Die Temu-Lieferung war schnell eingetroffen, am selben Tag hatte ich aber auch schon die Dämpfer aus dem Fachgeschäft abgeholt (und meinen Spielzeug-Akku). Nun konnte ich mich mit der Technik auseinander setzen. Auto zerlegen, Plastikschrott raus, Metall-Tuning durchführen.

Ich finde ihn Mega-Gelungen!

Ich muss nicht erwähnen, dass die Riffelbleche aus dem Baumarkt sind, und zurechtgesägt werden mussten. Die Antenne ist ein Fieberglasstab.

Mit den Dämpfern habe ich mich verkauft. Die Rechten passen ohne Probleme an den Samurai, aber sie sind sehr straff, damit verliert der Samurai seine OffRoad-Eigenschaften. Die Linken sind weicher, die Befestigung am Samurai beinhaltet Anpassungsarbeiten. Außerdem sind sie länger, als die Originalen und bocken den Wagen unansehnlich hoch. Ich habe die Originalen zweiteiligen Dämpfer zusammengeklebt, zu einem Teil. Sie fallen jetzt nicht mehr auseinander und leisten einen sehr guten Job, geben dem Auto die notwendige Verschränkung um Hindernisse zu überwinden.

Die Stunde der Wahrheit!

Was taugt das Modell im Gelände. Der Feldberg bietet tolle Trails der Biker, die auch von einem RC-Auto bewältigt werden können. Mein lieber Sohn, der mich zu diesem Thema geführt hat, kam natürlich mit. Er nahm seinen tollen Mitsubishi Pajero (Tamiya-Modell, Premium-Klasse) mit. Der Samurai hat dem Profi-Modell die Zähne gezeigt. Das getunte WPL-Produkt klettert über Stock und Stein, einfach klasse. Das, was das echte OffRoad-fahren ausmacht, kann hier im Spiel nachgeahnt werden. Da sucht man sich die schwierigsten Abschnitte heraus, und versucht das Auto diese zu bewältigen. Zudem verbringt man die Zeit an der frischen Luft, was noch einen zusätzlichen Eigennutzen bringt. Das einzige Handicap waren die Schrauben der Kardanwellenbefestigung und der Räder. Diese lösten sich. Glücklicher Weise hatte ich auch Schrauben und Werkzeug dabei. So konnten wir vor Ort die Probleme beseitigen und die Fahrt im Gelände fortsetzen. Noch am selben Abend, habe ich die Schrauben am gereinigten Fahrzeug, mit Schraubenkleber neu angesetzt.

Natürlich entstanden auch Bilder von der ersten Ausfahrt im Taunus.

Die Cowboys müssen den Heimweg antreten!

Der Akku hat in der Summe über 1 Stunde gehalten, und war noch nicht leer. Er bietet einen guten Aktionsradius.

FAZIT: Das Auto ist sein Geld wert. Es bereite viel Fahrspaß. Was allerdings nicht garantiert ist, ist die Ersatzteilversorgung der nächsten Jahre. Da sind die Hersteller der teuren Autos besser aufgestellt. Bei den Preisen, kann man das allerdings auch erwarten.

Mittlerweile habe ich noch weiter Hand angelegt, indem ich die Beleuchtung weiter eingerichtet habe. Hierzu habe ich auch ein Gerät benutzt, dass ich nur von der Existent kannte. Ich schreibe hier von einem LÖTKOLBEN. Ja……, ich habe so etwas mal gekauft. Ich dachte es kann nicht schaden, solch ein tolles Gerät in der Werkzeugkiste zu horten. Jetzt kam der Lötkolben auch einmal zum Einsatz.

Man lernt nicht aus!